Lerne die 5 Wahrnehmungstypen kennen und nutze deinen Wahrnehmungstyp für ein erfolgreiches Miteinander! Wahrnehmung ist die Bewusstwerdung dessen, was uns die Sinne eingeben. Den verschiedenen Sinnesorganen entsprechend unterscheiden wir die visuelle, auditive und kinästhetische Wahrnehmung und die Wahrnehmung des Riechens und Schmeckens. Mit der Art und Weise der vorrangigen Wahrnehmung erfolgt die Einteilung in die Wahrnehmungstypen. Wahrnehmung selbst ist ein sehr komplexer Vorgang. Erfahre mehr über die Wahrnehmung der einzelnen Wahrnehmungstypen und wie du deine Erkenntnisse bewusst in deinem Leben einsetzen kannst!

 

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DEIN WAHRNEHMUNGSTYP

WIE DU DEINEN WAHRNEHMUNGSTYP BESTIMMST & BEWUSST FÜR DICH NUTZT!

Stellen wir uns einmal vor, wir stehen vor einer Stufe. Es genügt nicht, dass wir sehen, dass das eine Stufe ist. Wir müssen gleichzeitig wahrnehmen, wie hoch die Stufe ist, damit die Muskeln die richtige Instruktion bekommen, wie hoch der Fuß gehoben werden sollte. Diese banale Anforderung erfordert eine ganze

Folge von Leistungen von unserer Wahrnehmung. Hier besteht auch ein enger Zusammenhang mit unseren Gedächtnisfunktionen.

In jeder Situation erinnern wir uns an etwas Gesehenes, Gehörtes und Gefühltes, etwas, was in unserem Gedächtnis gespeichert ist. Ohne Gedächtnis können wir nichts von dem, was wir sehen oder hören, wiedererkennen, einordnen oder begreifen. Das Gedächtnis und das Wahrnehmungstraining stehen also in einem sehr engen Zusammenhang.

Wir sehen die Welt nicht, wie sie ist.
Wir sehen die Welt wie wir sind.
Anais Nin

 

WAS SIND REPRÄSENTATIONSTYPEN?

Auf Grund unserer Art der Wahrnehmung haben wir unbewusst entschieden, welches Repräsentationssystem wir bevorzugen. Das Repräsentationssystem, welches uns in einer Situation dienlicher war, hat einfach mehr Pluspunkte gesammelt. Wir haben es immer und immer wieder genutzt und damit auch weiterentwickelt.

Vorteile
Wir nehmen einfach Informationen auf, verarbeiten und nutzen diese. So unterschiedlich Menschen auch sind, so unterschiedlich ist auch die Nutzung ihrer Sinnesorgane. Im Prinzip bildet sich jeder Mensch damit seine eigene Sprache heraus.

Nachteile
Spricht jeder Mensch seine eigene Sprache, dann ist das Kommunizieren miteinander eine Herausforderung. Wünsche ich mir, dass ein anderer mich versteht, dann muss ich seine individuelle Sprache lernen und in seiner Sprache sprechen!

Bewusstheit
Hier fängt Bewusstheit an. Sprechen wir die Sprache des anderen, dann schaffen wir Voraussetzungen, mit denen wir den anderen verstehen und uns selbst verständlicher machen. Wo fängt das an?

Es beginnt in der eigenen Familie. Lernen Eltern die Sprache ihrer Kinder sprechen, dann werden ihre Kinder sie auch verstehen. Es wird weniger Missverständnisse und mehr Harmonie geben. Damit ist nicht die Verniedlichung der Sprache oder die sogenannte Babysprache gemeint.

Damit ist gemeint, dass wir mit den Worten des Kindes sprechen und vereinzelt neue Worte integrieren.

Jede Veränderung beginnt in uns!
Dalai Lama

 

WIE BESTIMMST DU DEINEN WAHRNEHMUNGSTYP?

Bist du bereit? Gleich erfährst du Merkmale, die typisch für den einzelnen Wahrnehmungstyp sind. Mit den Merkmalen kannst du den Wahrnehmungstyp bestimmen. Wünschst du dir, dass ein anderer dich besser versteht, dann nutze die Art und Weise der Wahrnehmung des anderen und auch dessen Worte. Das heißt …

  • Nimm so wahr, wie er es tut!
  • Sprich so, wie er es macht!
  • Denke so, wie er denkt!

Sei du selbst die Veränderung,
die du in der Welt zu sehen wünschst!
Mahatma Gandhi

Beobachte, mit welchem Sinn der andere überwiegend seine Umwelt wahrnimmt. Sprich mit den Worten des anderen. Du wirst ein Wunder erleben! Das Befassen mit den Wahrnehmungstypen bringt dir jede Menge Pluspunkte. Kennst du deinen Repräsentationstyp und den deines Gegenübers, dann kannst du …

  • einfacher erfolgreich kommunizieren
  • anderen deutlich machen, was dir wichtig ist
  • wissen, warum du etwas liebst und warum nicht
  • dich persönlich entwickeln

Wenn der Wind der Veränderung weht,
dann bauen einige Menschen Mauern
und andere Windmühlen!
Sprichwort

 

WOFÜR IST DER WAHRNEHMUNGTYP WICHTIG?

Das bevorzugte oder aktuell dominante Repräsentationssystem hat starken Einfluss auf das Weltbild des Menschen. Es äußert sich darin, wie sich Menschen verhalten, wie sie lernen und wie sie sich anderen mitteilen.
Sprechen Menschen mit unterschiedlich dominanten Repräsentationssystemen über das gleiche Thema, so kann es zu großen Missverständnissen kommen. Es ist, als würden sie unterschiedliche Sprachen sprechen oder auf unterschiedlichen Frequenzen senden bzw. empfangen. Was sie genau genommen ja auch tun!

Das trifft zum Beispiel auch zu, wenn bei den Eltern ein anderes Repräsentationssystem dominant ist als bei dem eigenen Kind. Wollen sie dann in guter Absicht ihr Kind beim Lernen unterstützen, dann kommt es immer wieder zu Missverständnissen, weil das Kind mit den Erklärungen der Eltern nichts anfangen kann. Fantastisch kompliziert wird es dann, wenn das verwendete Repräsentationssystem bei dem Kind innerhalb der Fächer wechselt. Als Mama und Papa wundern wir uns dann, wenn wir dem Kind wunderbar die Mathematik erklären können, aber alle Erklärungen im Fach Deutsch von dem Kind nur wenig verstanden werden.

Der Bereich des Bewusstseins ist viel größer, als sich mental ermessen lässt. Wenn du nicht länger alles glaubst, was du denkest, löst du dich vom Denken und siehst klar, dass der Denker nicht das ist, der du bist.
Eckhart Tolle

 

WELCHE WAHRNEHMUNGSTYPEN GIBT ES?

Die am häufigsten verwendeten Repräsentationssysteme sind das visuelle, das auditive und das kinästhetische. Welches gerade verwendet wird, können wir an den vorherrschenden Signalwörtern oder körperlichen Hinweisen, wie zum Beispiel der Sprechgeschwindigkeit, der Atmung, der Blickrichtung erkennen.

 

Der visuelle Wahrnehmungstyp

Der visuelle Typ nimmt seine Umgebung primär visuell wahr. In seiner Sprache beschreibt er seine inneren Bilder und spricht häufig sehr schnell. Seine Augen wandern oft nach oben rechts oder links, weil er dort fortwährend seine inneren Bilder betrachtet. Seine Schulter- und Bauchmuskeln sind meistens angespannt.

In der Beschreibung seiner Wahrnehmungen und Wirklichkeitsbilder benutzt er gerne Wörter oder Redewendungen wie sich ein Bild machen, erblicken, hell, leuchtend, farbig, klar oder neblig, schwarzsehen, den Durchblick haben, ein Einsehen haben oder auf Ansehen achten.

Der visuelle Typ spricht eher davon, dass die Geräusche klar seien, das Tasten eher nebulös, der Geschmack getrübt und er sich Gerüche wahrscheinlich nur eingebildet habe.

Typische Redewendungen des visuellen Typen sind auch …

  • Ich blicke da nicht durch!
  • Das sieht gut aus!
  • Ich stelle mir das so vor!

Visuell wahrnehmende Menschen legen eher Wert auf das Äußere und achten auf die Farben ihrer Kleidung. Leicht kann sich der visuelle Typ einen guten Überblick verschaffen und kleinste Details recht schnell erkennen. Ferner achtet der visuelle Typ besonders auf die Mimik und Körpersprache des Gesprächspartners. So kann es zum Beispiel für einen visuellen Typ wichtig sein, dass der Gesprächspartner ihm in die Augen schaut.

 

Der auditive Wahrnehmungstyp

Der auditive Typ kann gut zuhören. Er spricht oft mit sich selbst und ist sensibel für alle äußeren Geräusche und Stimmen. Er atmet eher in den mittleren Brustbereich. Seinen Blick richtet er nach vorne. Er spricht ruhig und langsam, während er gleichzeitig auf Wortwahl und Satzbau achtet. Denkt er nach, dann lenkt er seine Aufmerksamkeit nach innen. Er nimmt sich Zeit. Er denkt in Worten und Sätzen.

Der auditive Typ ist ein recht anspruchsvoller Gesprächspartner mit einem enormen Wortschatz. Brillante Formulierungen machen ihm ebenso Freude wie lange Fachgespräche über politische oder philosophische Themen. Gesichter kann er sich nur schlecht merken, dafür aber Zahlen, Daten und Fakten in ganz ausgezeichneter Weise.

Er benutzt gerne Worte wie laut, klangvoll, bestimmt, eintönig, lautlos, findet etwas stimmig, fühlt sich berufen, verschwindet sang- und klanglos oder mit Pauken und Trompeten, er stimmt zu, fand den Platz lauschig oder die Gerüche harmonisch.

Ein auditiver Typ achtet auch sehr genau darauf, mit welcher Betonung etwas gesagt wird. Während eines Gesprächs kann es passieren, dass der auditive Typ lange Zeit keinen Blickkontakt aufnimmt. Das verärgert besonders visuelle Typen, weil sie es als unhöflich empfinden. Es ist aber nur ein Zeichen, dass er in seinem System die erforderlichen Informationen sucht.

 

Der kinästhetische Wahrnehmungstyp

Der kinästhetische Typ lebt vor allem in seinen Gefühlen. Daher atmet er tief im Bauch. Seine Augen sind häufig nach unten gerichtet. Er spricht langsam und mit einer tieferen Stimme. Insgesamt erscheint er eher passiv, da seine Gefühle ihm weniger spontane Reaktionen erlauben. Seine Muskeln sind entspannt.

Bei einem Treffen begrüßt der kinästhetische Typ den anderen eher mit einer herzlichen Umarmung oder einem kräftigen Händedruck. Er achtet sehr auf Bewegungen und Gefühle. Wenn er sich an etwas erinnern möchte, dann sucht er den Zugang zu dieser Erfahrung durch das Gefühl, welches er in der Situation empfunden hat.

Er treibt in der Regel sehr viel Sport. Dabei will er selten über etwas reden oder bei etwas zusehen. Er will anpacken und etwas tun. Er ist neugierig darauf, wie sich etwas anfühlt. Das führt dazu, dass ein Produkt, welches der kinästhetische Typ kaufen will, erst einmal angefasst bzw. anprobiert wird, bevor er eine Entscheidung trifft.

Er gestikuliert eher wenig. Gerne benutzt er Wörter wie warm, fest, glatt, sanft oder zart. Er fühlt sich berührt, ist bedrückt, hat ein Gespür und beschreibt gerne Körperreaktionen mit Kribbeln, Herzklopfen, Pulsieren etc. Er empfindet auch Töne als warm, fest oder weich.

Der kinästhetische Typ ist in der Schule häufig benachteiligt, da dort Informationen meistens visuell oder auditiv über die Stimme des Lehrers vermittelt werden. Der kinästhetische Lerner bevorzugt jedoch „Learning by doing“. Im Tanz- oder Surfunterricht hat er deshalb deutliche Vorteile. Im Gespräch mit anderen verwendet er eine sehr intensive Körpersprache, wobei er häufig den gesamten Körper einsetzt.

 

WORAUF LIEGT DEIN FOKUS?

Diese Unterscheidung ist ein Modell und dient der Hilfestellung aber keiner Klassifizierung! Niemand ist nur ein visueller, auditiver oder kinästhetischer Typ. In aller Regel repräsentierten Menschen ihre Erfahrungen in allen Systemen. Es geht hierbei um die Identifizierung des bevorzugten, bzw. überwiegend verwendeten Kanals. Dieser kann je nach Situation oder Umgebung eines Menschen auch wechseln oder unterschiedlich sein. Jeder Wahrnehmungstyp hat seine Stärken und Schwächen und jeden Zugangskanal können wir zu einem präzisen Werkzeug machen.

Wer immer nur macht, was er schon kennt,
bleibt immer das, was er schon ist.
Henry Ford

 

WARUM MACHT NUR ÜBUNG DEN MEISTER?

Konntest du anhand der Merkmale erkennen, Welche Art der Wahrnehmung bei dir gerade präsent ist? Welchen Wahrnehmungskanal nutzt dein Kind? Erklärst du das nächste Mal deinem Kind etwas, dann nutze Worte aus seinem Wahrnehmungsbereich. Ich empfehle dir, dass du das Dolmetschen in die einzelnen Wahrnehmungsbereiche vorher übst.

Hier ist ein Beispiel!

  • visuell: Ich sehe ganz klar und deutlich vor meinen Augen, wie das Wort aussieht.
  • auditiv: Es ist für mich stimmig, wie das Wort klingt.
  • kinästhetisch: Wenn ich das Wort geschrieben habe, dann muss es sich gut anfühlen.

Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum.
In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion.
In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit.
Victor Frankl

 

ZAUBER DER RAUHNÄCHTE


Der Kurs für die beste Zeit einer Veränderung im Leben!

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Du kannst nicht immer Einfluss darauf nehmen, was um dich herum passiert. Aber du kannst wählen, wie du darauf reagierst. Je mehr Bewusstheit du erlangst, je mehr Wissen du bekommst und je weiter du dich entwickelst, desto einfacher gelingt es dir! Wähle dein Thema und bekomme die Tools, die dich deinem Ziel und deiner Bestimmung näher bringen!

 

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LEBE DEINE BESTIMMUNG!


Ich hoffe sehr, dass dich dieser Blogartikel inspiriert und dir Mut schenkt, mit dem du alte Pfade verlassen und in deine Kraft kommen kannst. Teile diesen Blogartikel gern mit den Menschen, mit denen du am liebsten zusammen bist oder die Inspirationen für ihren weiteren Lebensweg brauchen.

 

Fühle dich von Herzen umarmt!

SAKIRA PHILIPP // COACH, TRAINERIN, AUTORIN