Das größte Geschenk können wir uns selbst machen. Es besteht darin, dass wir uns und anderen vergeben und verzeihen, loslassen, den Koffer mit all den Vorwürfen und Schuldzuweisungen endlich abstellen. Damit können wir frei nach vorne blicken. So wie bei einer Münze gibt es auch in unserem Leben zwei Seiten. Wir erleben schöne Dinge und wir machen auch Erfahrungen, die sich schmerzhaft anfühlen. Machen wir uns bewusst, wofür all die Erfahrungen sind, die wir bereits in unserem Leben gemacht haben und welche Essenz sich für uns ergibt, dann sind wir eher in der Lage, dass wir wirklich vergeben und verzeihen. Dabei sind es nicht die Dinge oder Ereignisse, die uns aus der Balance bringen. Es ist unsere Interpretation auf Grund unserer Erfahrungen in unserem Leben. Erfahre in diesem Blogartikel mehr darüber!

 

 

VERGEBEN & VERZEIHEN

WARUM JEDES EREIGNIS IN UNSEREM LEBEN EINE BEDEUTUNG HAT

Es ist sicher, dass all das, was wir in unserer Vergangenheit erlebt und erfahren haben, uns zu dem gemacht hat, wer oder was wir heute sind. Hegen wir bestimmten Ereignissen gegenüber Groll, dann haben wir die Essenz aus der Erfahrung noch nicht herausholen können, können die andere Seite nicht sehen oder sie war vor uns bis jetzt fest verschlossen. Manchmal kann das sein.

 

WARUM VERGEBEN & VERZEIHEN?

Vor allem, wenn negative Erfahrungen noch nicht so lange her sind oder sie in uns einen sehr tiefen Schmerz erzeugt haben, dem wir nicht ausgleichend begegnen können, dann kann es sein, dass vergeben und verzeihen nicht möglich ist.
Jede negative Erfahrung, jede Verletzung, jedes Scheitern, jede Zurückweisung, jedes Verlassenwerden und jede Enttäuschung hinterlassen Spuren. Manchmal verwischen sich diese Spuren ganz schnell, manchmal bleiben sie, als wenn sie in Beton getreten wurden und manchmal gehen wir diesen Weg immer wieder, sodass erst wirkliche Spuren entstehen.
Mit jeder negativen Erfahrung glauben wir weniger an unsere Einzigartigkeit. Wir hören auf, groß zu denken und zu träumen. Stattdessen gehen wir Kompromisse ein, sammeln Vorwürfe und finden Begründungen, die die Einschränkungen unseres Lebens rechtfertigten. Wir kreieren uns ein schweres Leben und freuen uns, über jede Bestätigung, dass genau das unser Leben ist.
Meistens ziehen wir uns immer ein Stück mehr aus unserem Leben zurück. Vielleicht fragen wir uns auch, ob etwas mit uns nicht stimmt und machen Dinge und Sachen, die nicht zu unserem Potential gehören. Oft können wir dadurch ein Vergeben und ein Verzeihen gar nicht in Betracht ziehen.

 

WOFÜR VERGEBEN & VERZEIHEN?

Uns sollte klar sein, dass jeder mit einem Koffer herum läuft, der vollgepackt ist mit Vorwürfen, Schuldzuweisungen, verletztem Stolz, unerfüllten Wünschen und zerplatzten Träumen. Bei manchen ist er größer, bei manchen kleiner. Wir laufen mit diesem Koffer durch das Leben, als wäre es das Normalste der Welt.
Gern packen wir den Koffer auch bei jeder passenden Gelegenheit aus, um allen zu zeigen, wie viel Leid wir schon erfahren mussten. Als Begründung nutzen wir, warum wir heute so sind wie wir sind und nicht mehr voller Freude am Leben teilnehmen.
Wir wissen genau, dass es sich nicht wirklich gut anfühlt, wenn wir mit einem Koffer voller schlechter Gefühle durch das Leben laufen. Nur die wenigsten sind bereit, dass sie diesen Koffer abstellen und die Vorteile aufgeben, die für sie die wahren und mit Leid gefüllten Geschichten mit sich bringen.
Das Abstellen des Koffers oder zu mindestens das teilweise auspacken, ist nicht immer einfach. Vielleicht brauchen wir auch Hilfe. Aber die Entscheidung, ihn abstellen oder auspacken zu wollen, die kann jeder nur für sich selbst treffen.

 

WAS BRINGT UNS DIESER KOFFER?

Mit dem Inhalt dieses Koffers haben wir eine Begründung, die uns davor schützt, Verantwortung für unser Leben und unser Glück selbst zu übernehmen.
Durch die Vorwürfe geben wir unsere Energie und unsere Kraft nach außen weg. Wir senden all unsere schöpferische Energie in die Vergangenheit und bekommen dadurch nur noch mehr schlechte Gefühle in die Gegenwart zurück. Wir sind davon überzeugt, dass uns das Leben etwas für den Schmerz schuldet, den wir erfahren haben.
Wenn wir nicht vergeben und verzeihen, dann haben wir die Möglichkeit, in unserer Komfortzone zu bleiben. Auch, wenn es schmerzhaft ist, ist es dennoch einfacher und bequemer, als allen Mut zusammen zu nehmen und den ersten Schritt zu gehen.
Gleichzeitig werden wir blind für all die Geschenke, die das Leben für uns bereit hält.
Wie viele Menschen kennst du, die wegen einer schmerzhaften Erfahrung in ihrem Leben ihre komplette Gegenwart und ihre Zukunft ruinieren, weil sie emotional in einem Moment ihres Lebens hängen geblieben sind? Und, wie ist es mit dir?

 

WAS MACHEN WIR WIRKLICH?

Indem wir unsere Vorwürfe und Schuldzuweisungen nicht loslassen, lassen wir ein Ereignis bis heute unsere Gegenwart bestimmen. Wegen eines Moments, der vor fünf, zehn oder vielleicht sogar 20 Jahren passiert ist, in dem wir verlassen, verletzt, beschimpft oder verraten worden sind, geben wir unser Glück und unsere Zukunft auf. Oft erleben wir diesen tragischen Moment immer und immer wieder. Das kann einmal in unseren Gedanken sein oder, wenn wir ihn in Gesprächen immer wieder in den Mittelpunkt stellen. Wir bleiben in diesem Moment hängen, verschließen uns dem Leben und seiner ganzen Magie.
Jedoch ist nichts auf dieser Welt, auch kein noch so traumatischer Moment, es wert, dass wir die ganze eigene Energie und Liebe zum Leben verlieren. Eins sollten wir uns klar machen, wir leiden nicht wegen des schmerzhaften Ereignisses, welches in der Vergangenheit liegt. Sondern wir leiden wegen der Erinnerung an dieses Ereignis, welches wir uns ständig in der Gegenwart bewusst machen und in unserem Kopf wiederholen. Damit wecken und verstärken wir die Gefühle, die mit dem Ereignis zusammenhängen.

 

WARUM ZAHLEN WIR MEHR?

Der Preis ist einfach zu groß, um für einen Moment des Schmerzes ein Leben lang zu leiden, unabhängig davon, wie intensiv oder andauernd er gewesen sein mag. Oft denken wir, wir würden dadurch die Ungerechtigkeit wieder ausgleichen können. Das Einzige, was wir aber in Wirklichkeit bekommen, ist ein noch größerer Schmerz und die Unfähigkeit, dass wir uns den Wundern öffnen, die das Leben für uns bereit hält.
Wenn wir ein erfülltes und glückliches Leben erschaffen wollen, ist der entscheidendste Schritt, dass wir aus der Opferrolle aussteigen. Es ist wichtig, dass wir aufhören, wegen eines Ereignisses, das Jahre zurückliegt, vielleicht sogar Jahrzehnte, unsere gesamte Energie in die Vergangenheit zu lenken und andere Menschen, sowie uns selbst dafür zu bestrafen. Das Gute ist: Dieser Moment ist vorbei! Wir haben ihn überlebt.

 

WOFÜR SIND UNSERE GESCHICHTEN?

Wir alle haben unsere Geschichte. Aber wir haben auch die Macht, dass wir unsere Geschichte ab einem gewissen Punkt umschreiben können. Ganz egal, wie schlimm oder schmerzhaft die Erfahrung gewesen war. Uns sollte bewusst sein, dass unsere Zukunft nicht die automatische Verlängerung unserer Vergangenheit ist. Wir können neu wählen und in unserer Verletzung die Möglichkeit für Heilung erkennen.
Der erste Schritt dafür ist, dem zuzustimmen, was war. Denn, solange wir im Widerstand sind, lassen wir nicht los, sondern halten weiter an der Vergangenheit fest. Nur wer loslässt, hat beide Hände frei. Durch das Festhalten an der Vergangenheit geben wir die Verantwortung für unser eigenes Glück an jemand anderen ab und haben dadurch keinen Einfluss mehr darauf, wie wir uns fühlen.

Zu vergeben und zu verzeihen bedeutet, dass wir jede Hoffnung auf eine bessere Vergangenheit aufgegeben und uns dafür eine erfüllte Zukunft schenken.
// Sophia Ananda

 

WARUM NICHT VERGEBEN & VERZEIHEN?

Es gibt zwei Gründe, aus denen wir leiden:
// Entweder weil etwas nicht so ist, wie wir es uns gewünscht hätten,
// oder weil etwas genau so ist, wie wir es uns gewünscht haben, und wir jetzt aber Angst haben, es wieder zu verlieren.
Viele Menschen leiden, weil sie meinen, die eigene Vergangenheit hätte anders sein sollen als sie war. Die meisten Menschen sind heute unglücklich, weil sie ihr Gestern nicht mögen. Anstatt das Gestern ruhen zu lassen, holen sie die Vergangenheit jeden Tag in die Gegenwart zurück. Sie erzählen von ihrer Vergangenheit. Sie erzählen darüber, was sie nicht bekommen haben und was ihnen nicht möglich war. Oft im Leben werden die negativen Erinnerungen wieder hochgeholt und drehen eine extra Schleife in ihrem Gehirn.
Für die Vergangenheit brauchen wir gar nicht so weit zurück gehen. Vergangenheit ist schon der Moment, der gerade vorbei ist. Wir begegnen täglich Herausforderungen und auch Möglichkeiten, die uns aus unserer inneren Mitte bringen.

 

WAS SIND UNBEWUSSTE ERWARTUNGEN?

Halten wir an Vorwürfen oder auch Schuldzuweisungen fest, wünschen wir uns damit gleichzeitig, etwas hätte anders sein sollen. Wir sind nicht bereit zu akzeptieren, dass wir verletzt, verlassen oder vielleicht sogar emotional oder psychisch missbraucht worden sind.
Gleichzeitig haben wir die Illusion im Kopf, dass so lange wir wütend, enttäuscht oder voller Vorwürfe sind, die Vergangenheit sich doch ändern würde oder derjenige Einsicht hat.
Eins ist aber ganz klar: Die Vergangenheit ist vorbei. Was wir aber ändern können, ist unsere Einstellung der Vergangenheit oder den Ereignissen aus der Vergangenheit gegenüber. Wie wir über uns und unsere Vergangenheit denken und fühlen wollen, können wir hier und jetzt wählen. Einerseits können wir uns weiter als Opfer äußerer Umstände sehen oder jetzt vielleicht den wichtigsten Schritt in unserem Leben machen.

Wir vergeben und verzeihen und stimmen den Erkenntnissen zu, die wir aus den Ereignissen der Vergangenheit gezogen haben. Die Hoffnung auf eine bessere Vergangenheit geben wir auf und nutzen stattdessen die Energie, dass wir uns eine bessere Zukunft gestalten.
// Sophia Ananda

 

WAS IST DEIN GEWINN?

Wenn wir unserer Vergangenheit zustimmen und Menschen, die uns verletzt haben, vergeben und verzeihen, ermöglichen wir uns selbst eine erfüllte Gegenwart.
Diese Sätze schreibe ich nicht leichtfertig. Es ist die einzige Lösung in Frieden mit seiner Vergangenheit zu sein. Ich habe so einiges erlebt, was ich keinem wünsche. Erst als ich verstanden habe, dass mit der Aufrechterhaltung meiner Wut und Enttäuschung, ich mir nur selbst schade, konnte ich vergeben und verzeihen und einen anderen Weg gehen.
Durch meine Vorwürfe hatte ich mir selbst die Tür zu einem erfüllten Leben verriegelt. Ich habe allen anderen die Schuld gegeben, dass ich nicht glücklich war.
Vergebung und verzeihen ist ein Schlüssel, mit dem wir uns selbst wieder komplett in die eigene Power bringen, Frieden schließen und uns ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben erschaffen. Vergeben und verzeihen wir, bedeutet das nicht, dass wir gutheißen, was passiert ist. Es geht darum, dass wir der Erfahrung zustimmen, die Essenz für unsere Entwicklung erkennen und loslassen können.

Deine Vergebung ist es, die die Welt der Dunkelheit zum Licht bringen wird. Deine Vergebung ist es, die dich Licht erkennen lässt, indem du siehst. Durch die Vergebung wird bekundet, dass du das Licht der Welt bist. Durch deine Vergebung kehrt die Wahrheit über dich in die Erinnerung zurück. Deshalb liegt deine Erlösung in deiner Vergebung.
// Kurs in Wundern

 

NELSON MANDELA

Kaum jemand hat die Kraft der Vergebung so eindrücklich gezeigt wie Nelson Mandela, der nach seiner Freilassung aus 27 Jahren Gefangenschaft sagte:

Als ich aus der Zelle durch die Tür in Richtung Freiheit ging, wusste ich, dass ich meine Verbitterung und meinen Hass zurücklassen musste, oder ich würde mein Leben lang gefangen bleiben.

// Nelson Mandela

 


 

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SAKIRA PHILIPP // COACH, TRAINERIN, AUTORIN