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„Selbstliebe, na klar liebe ich mich!“ Ich schaue mir den Menschen vor mir an, der mir gerade diese Antwort gibt. Ich entdecke einen Pullover, der schlumprig an einem Körper hängt. Weiterhin sehe ich Schuhe, deren Absätze kaum noch erkennbar sind. Ich nehme in der einen Hand eine Zigarette wahr, in der anderen einen Kaffee „To Go“. Haare umspielen strähnig das Gesicht. Die Mundwinkel sind eher am Hals statt in der Nähe der Augen. Irgendetwas hindert mich daran, ihm zu glauben, dass er das Wort „Selbstliebe“ schon jemals gehört hat.

 

DIE GUTE ALTE SCHULE

In meiner Erziehung habe ich noch die alte Schule genossen. Dort haben wir gelernt, dass wir nicht vom äußeren Erscheinungsbild auf die Qualitäten eines Menschen schließen können. Diese Weisheit hast du bestimmt auch zu hören bekommen. Ist das wirklich so?
Und doch machen wir uns in den ersten Sekunden einer Begegnung ein Bild von dem Menschen, der uns gegenüber steht. Wir nehmen seine Haltung wahr, die durch sein Äußeres hindurchscheint. Die innere Haltung kann ein Mensch kaum verbergen. Gleichsam ist es auch die erste energetische Information, die eine Einstufung in „Mag ich“ oder „Mag ich nicht“ erfolgen lässt.

 

WAS IST SELBSTLIEBE?

Selbstliebe ist eine innere Haltung. Aus dem wertvollen Umgang, der Wertschätzung und liebvollen Achtsamkeit mit sich selbst entsteht Selbstliebe. Durch das Einssein mit der eigenen Natur und seinem Wesen als auch die Wesensqualitäten wird die Selbstliebe stärker und stärker. Vielleicht kennst du Menschen, die egal, was sie anhaben, echt super aussehen. Und andere, die noch so teure und schicke Sachen tragen, wirken in ihnen verloren. Wie kommt das nur?
Menschen, die sich wirklich selbst lieben, die Selbstliebe bewusst erleben, die strahlen von innen heraus. Es ist wie ein Licht, welches durch die Kleidungsstücke leuchtet. Wir nehmen im Außen dieses Leuchten wahr. Diese Energie, die uns mit zum Schwingen bringt. Gleichzeitig wirkt sie auf uns, ohne, dass wir genau wissen, was es ist. Sie verändert uns, wir verändern uns. Gleichsam fühlen wir uns einfach wohl.

 

SELBSTLIEBE, EINE INNERE HALTUNG

Stelle dir einmal folgende Situationen vor!

  • Du gehst in den Supermarkt und wirst von einer Kassiererin bedient, die sich selbst liebt, die einfach glücklich ist. Wie viel Spaß macht dir dann das Einkaufen, wenn du an der Kasse angestrahlt wirst, freundliche Wort bekommst und in dir die Lust geweckt wird, sich mit dem Menschen zu unterhalten? Ist die Chance hoch, dass du wieder in den Laden gehst?
  • Morgens begrüßt dich ein Chef mit einem Lächeln und wünscht dir von Herzen einen erfolgreichen Arbeitstag!
  • Überall begegnen dir Menschen, die sich wirklich selbst lieben und glücklich sind. Es sind Menschen, die Selbstliebe bereits als innere Haltung in sich tragen und die sich nach außen zeigt. Es sind Frauen und Männer, die sich mit persönlicher Veränderung und ihrer eigenen Landkarte befassen. Menschen, für die Selbstliebe ein hoher Wert ist. Meinst du nicht, dass es die Welt verändern würde?

 

DER ERSTE SCHRITT

Vielleicht ist das auch nur ein Wunschtraum, aber es muss einfach Menschen geben, die den Anfang machen. Ich hoffe, dass du – derjenige, der den Artikel liest – spätestens ab jetzt mit dabei bist.
Immer, wenn du von Herzen gibst, dann wird das Gegebene mit Liebe angereichert. Nach dem Gesetz der Resonanz bekommst du das zurück, was du ausstrahlst. Es ist ein Wechselspiel, welches dich reich beschenkt und deine Selbstliebe einfach wachsen lässt.

 

DIE 5 TIPPS FÜR MEHR SELBSTLIEBE

ACHTSAMKEIT BRINGT SELBSTLIEBE

Höre anderen Menschen bewusst zu. Ich weiß, diese Übung wird oft empfohlen. Machen wir es wirklich? Sind wir mit der ganzen Aufmerksamkeit bei dem Menschen, der uns gerade etwas für ihn sehr Wichtiges erzählt? Lassen wir dabei alle Wertungen los? Unterbrechen wir ihn nicht? Wenn wir uns unterhalten, dann warten wir oft nur auf eine Lücke, in die wir mit unseren eigenen Erfahrungen hineinspringen können.
Können wir einfach still sein und die Stille aushalten, bis unser Gegenüber seine Gedanken wieder in Worte fassen kann? Ich weiß, es kann eine Herausforderung sein. Stelle dir selbst einmal vor, wie es sich anfühlt, wenn dir wirklich jemand zuhört. Tut es nicht einfach gut!

 

DANKBARKEIT BRINGT SELBSTLIEBE

Sage öfter danke! Bedanke dich für Dinge und Sachen, die eigentlich schon ganz selbstverständlich erscheinen! Was hat das mit Selbstliebe zu tun? Liebe, die du bedingungslos gibst, bekommst du zurück. Gleichsam dem, dem du mit Liebe begegnest, wird dich mit Liebe bereichern. Du wirst immer mehr im Einklang mit dir sein!

  • Dankeschön für das Frühstück am Morgen!
  • Ein Lächeln für den Kaffee, den du zubereitet bekommst!
  • Das Danke an dein Auto, welches dich vielleicht jeden Morgen zur Arbeit fährt!
  • Auch ein Streicheln für deinen Computer, auf dem du, egal in welchem emotionalen Zustand du dich gerade befindest, mit deinen Fingern auf die Tastatur klopfen kannst!
  • Die Umarmung für deine Kindern, die einfach das sind und die dir nach Feierabend ihre Lebendigkeit zeigen!
  • Einen liebvollen Blick in die Augen deines Partners, der mit dir gemeinsam ein Stück des Lebens geht!

 

FOKUS SETZEN BRINGT SELBSTLIEBE

Was siehst du, wenn du durch dein Leben gehst? Sind es eher die Dinge, die nicht in Ordnung sind. Oder ist dein Fokus auf das gerichtet, was alles gut ist? Beobachte dich mal einen Tag lang. Schau einfach in deinen Alltag und entdecke auch die Situationen, in denen du lieber den Mangel entdeckst. Heute tust du etwas anderes! Mache dir das Schöne bewusst.
Entdecke das, was dein Leben in Wirklichkeit bereichert. Gib dort deine Aufmerksamkeit hinein. Auf das, worauf du deine Aufmerksamkeit richtest, fließt deine Energie! Genau das wächst. Wir sind umgeben von Reichtum! Wir dürfen ihn endlich wieder wahrnehmen!
Der größte Reichtum für uns, das sind wir selbst! Unser Körper, unser Geist, unsere Seele und all das, was uns ausmacht. Ist es das nicht wert, mit Liebe zu beschenken? Eben Selbstliebe …

 

GESCHENKE VON HERZEN BRINGEN SELBSTLIEBE

Im Zeitalter der eMails und WhatsApp ist es weniger schicklich, Postkarten oder Briefe zu verschicken. Entsprechend wird schnell im Vorbeigehen die elektronische Nachricht noch herausgeschickt. Das nennen wir dann in Kontakt sein. Nimm dir einfach mal die Zeit und schreibe einen Brief oder eine Postkarte an jemanden, der dir wichtig ist oder von dem du schon lange nichts gehört hast.
Genauso kannst du kleine Zettel mit netten Aufmerksamkeiten schreiben. Verschenke sie! Gleichfalls kannst du sie an verschiedenen Orten liegen lassen! Ebenso kannst du die kleinen Zettel in ein Buch packen, welches jemand gerade liest! Bestimmt entwickeln sich noch weitere Ideen und Möglichkeiten. Beobachte, wie es dir geht, wenn du sie schreibst. Vielleicht kannst du auch Menschen beobachten, die deine Zettel lesen. Übrigens, ein kleiner Beitrag für mehr glückliche Menschen in dieser Welt.

 

MITEINANDER REDEN LÄSST SELBSLIEBE WACHSEN

„Ein Handy lässt uns in Kontakt sein, mit jemanden, der weit von uns weg ist. Ein Handy lässt aber auch den Abstand größer werden, von jemandem, der neben uns sitzt.“

Verschenke ein „Hallo“ und begrüße Menschen von Herzen. Sprich Menschen an und lass dich bewusst unterstützen. Wenn ich durch die Straßen gehe oder in der U-Bahn sitze, dann beobachte ich Menschen, die in ihr Handy vertieft sind und nichts weiter um sich herum wahrnehmen. Hält ein Zug an, ein kurzes Aufblicken, checken auf welchem Bahnhof wir gerade sind und die Aufmerksamkeit geht zum Handy zurück. Menschen versinken immer mehr in sich selbst, ohne es selbst wahrzunehmen.

 

NICHT ALLES LÄUFT GLATT

Ja, das ist so. Lernen bedeutet eben lernen und auch Fehler machen. Es läuft nicht immer alles glatt, aber dafür erkenntnisreich! Apropos sich bewusst unterstützen lassen. Diese Übung habe ich gemeinsam mit meinem Sohn Sven vor ein paar Jahren in Berlin in der U-Bahnstation Oranienburger Tor gemacht. Wir wollten üben, Menschen anzusprechen und einfach mit Unbekannten in Kontakt zu kommen.
Am Hauptausgang, am Anfang der Rolltreppe, fragten wir einen Passanten, wie wir zum Amrit kommen. Der Mann blieb stehen und erklärte uns den Weg. Er holte sehr ausführlich aus und beschrieb uns mit strahlenden Augen den Weg. In der Zwischenzeit kamen zwei U-Bahnen an. Der Bahnhof war voller Menschen. Keiner regte sich auf. Alle standen und warteten bis wir endlich den Weg freigaben. Oder waren sie so in sich versunken, dass sie im unbewussten Strom des Lebens mitliefen?
Dieses Schauspiel ist schon ein paar Jahre her und jedes Mal, wenn ich diese U-Bahn-Station passiere, erinnere ich mich daran. Es lockt mir einerseits ein Lächeln hervor und andererseits macht es mich wach, bewusster mein Leben zu leben und fokussiert aufmerksam dankbar mit mir im Moment zu sein.

 

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SAKIRA PHILIPP // COACH, TRAINERIN, AUTORIN